Die Studienkommission

Bereits im vergangenen Studienjahr kamen Aktivitas und Philisterschaft darin überein, der Aktivitas eine Studienkommission, bestehend aus jew-eils zwei Vertretern beiseite zu stellen. Bei dem Gremium einer Studienkommission handelt es sich um ein auch schon bei anderen Korporationen bewährtes Instrument. Ihre Aufgabe besteht darin, den Studienerfolg der aktiven Bundesbrüder zu beobachten und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung für den WzWi lässt sich unterschiedlich begründen. Bereits das Grundverständnis des WzWi als akademische Korporation legt nahe, dass von den Mitgliedern ein entsprechender Studienerfolg, d.h. eine Laufbahn als Akademiker, zu erwarten sei. Es muss wohl nicht weiter erklärt werden, dass aus verschiedensten Gründen der Studienerfolg ins Stocken, wenn nicht sogar zum Stillstand kommen kann. Eine solche Entwicklung kann nicht nur Konsequenzen für den WzWi haben, sondern kann in ihm auch seine Begründung finden und daher den Lebensplan unserer Mitglieder schwer beeinträchtigen. Darüber hinaus sollte auch der Einfluss des Studienfortganges für unseren Verbindungsbetrieb nicht unterschätzt werden. Es ist daher ein strukturelles Muss die Leistungen unserer Aktiven im Auge zu behalten.

Außerdem sind wir aufgrund unseres Selbstverständnisses als Lebensbund dazu verpflichtet, ein Auge auf die Lebensplanung und die Karriere unserer Mitglieder zu werfen und sie hierbei nach Kräften zu unterstützen. Daher ist es notwendig die Situationen im Leben unserer Brüder zu erkennen und anzusprechen, in denen sich der Wingolf zurücknehmen sollte bzw. in denen sie den Wingolf Wingolf sein lassen sollten, um weiterhin einen möglichst reibungslosen Verbindungsalltag zu gewährleisten. Auch wenn der Wingolf nur sehr selten der ausschließliche Grund für Probleme im Studienfortschritt ist, sondern einer von vielen, so liegt es doch in unserer Macht, diesen einen Punkt zu beeinflussen.

Die Vorgehensweise dieser Kommission lässt sich wie folgt beschreiben: Grundsätzlich sind wir auf die Kooperation der Aktiven angewiesen, indem sie uns mit ihren Sammelzeugnissen und Studienplänen versorgen. Diese werden dann von uns eingehend geprüft.

Als Maßstab für eine solche Prüfung dienen die mit dem Bologna-Prozess eingeführten ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System)- Punkte. Der Bologna-Prozess selbst sollte eine Revolution des akademischen Bildungssystems im Europaraum darstellen. Hierzu wurden eine Stufung der Studien in die Einzelabschlüsse Bachelor und Master und die Modularisierung der Studien, also eine Bündelung der Lehrveranstaltung in Sinneinheiten im Gegenüber zu Einzellehrveranstaltungen, eingeführt.

Um die internationale Vergleichbarkeit und Mobilität zu vereinfachen wurde dieser um das bereits erwähnte ECTS-System erweitert. Die ECTS-Punkte sollen die jeweiligen erbrachten Leistungen widerspiegeln und im Sinne einer europäischen Bildungswährung transparenter und vergleichbar machen. Für das Bakkalaureatsstudium werden in diesem System 180 ECTS, für den Master 120 ECTS veranschlagt. Die Mindestdauer liegt bei sechs bzw. vier Semestern, was wiederum eine zu leistende Punktezahl von 30 ECTS pro Semester ergibt. Folglich wäre ein Studienerfolg von 30 ECTS pro Semester wünschenswert. (Über die große Problematik des Bologna- Prozesses werden wir hoffentlich in einer der Folgeausgaben der Luginsland berichten können).

Nach der Durchsicht und Prüfung des Studienerfolges unserer Bundesbrüder bitten wir sie dann je nach Bedarf zu Einzelgesprächen, um ihren Studienerfolg zu besprechen und die weitere Vorgehensweise bzw. auch eine innerwingolfitische Hilfestellung zu beratschlagen. Durch diese Maßnahmen hoffen wir, in aller Bundesbrüderlichkeit den Lebensbund Wingolf für den akademischen Werdegang unserer Mitglieder und dadurch auch für die Qualität unserer Gemeinschaft fruchtbar machen zu können.

M.L. Wi95

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Ein Haus füllt sich mit Leben

In der letzten Luginsland habe ich von der Renovierung und der Eröffnung unseres Verbindungshauses in Oberschützen berichtet.  (Artikel: Das Verbindungshaus in Oberschützen) Seitdem hat sich viel getan in unserem Schmuckstück.
Fast täglich kommen Aktive mit Schulkollegen auf das Haus, um in gemütlicher Atmosphäre den Schultag ausklingen zu lassen, gemeinsam zu lernen, zu spielen, oder auch zu feiern. Es erfüllt mich mit Freude, dass sich die vielen Stunden, die wir im Sommer 2009 in die Renovierung gesteckt haben, ausgezahlt haben. Das Haus, das durch die Visionen weniger viele verschiedene Facetten bekommen hat, gefällt auch den Jungen und sie fühlen sich wohl.
Die Aktiven beider Verbindungen arbeiten sehr konstruktiv miteinander und treten geschlossen nach außen auf. Kreativität, Einfallsreichtum und Begeisterung ist bei den Veranstaltungen spürbar. Alle bringen sich mit Freude und Elan ein.
Das Ergebnis ist, dass die Asciburgia bereits zwei Receptionen und darunter auch schon eine Branderung gefeiert hat. Bei der Semesterwechselkneipe wurde auch ein neues Mitglied bei der Polyxenia aufgenommen.

Das Semesterprogramm des SS 10 ist voll auf weitere Keilung an den Schulen und in Oberschützen ausgerichtet, sodass sich dann auch wieder ein evangelischer Nachwuchs bei der Tauriscia einfindet.
Ganz besonders freut mich aber, dass auch die Philister wieder gerne auf Veranstaltungen nach Oberschützen kommen, und ihr neues Verbindungshaus bestaunen. Die Martini-Kneipe, der Philister im Gespräch Abend und die Wechselkneipe haben viele Philister auch aus der Umgebung angezogen. Alle fühlen sich wohl auf dem Verbindungshaus und genießen gute Gespräche in fröhlicher Runde.
Auch nach außen werden wir positiv wahrgenommen. Ein Vortrag von Katellbruder Dr. Walter Sonnleitner
im Haus der Volkskultur wurde auch von Einheim-ischen besucht und die Zusammenarbeit mit der Bücherei hat gut funktioniert.
Viele verschiedene Veranstaltungen haben bereits auf dem Haus stattgefunden. Im kommenden Semester werden wir noch mehr ausprobieren. Ein ganz besonderer Ort ist dabei unser Gewölbekeller. Die Krambambulikneipe bei Kerzenlicht war einfach großartig. Das haben auch die Aktiven des Wingolf zu Wien bestätigt.
Alle die unser Haus kennenlernen, fühlen sich sofort wohl und genießen schöne Stunden im korporativen Umfeld in Oberschützen.
Ich darf mich noch einmal bei allen bedanken, die uns unterstützt haben und lade alle herzlich ein, wieder einmal nach Oberschützen zu kommen, alte Kontakte aufzufrischen und ein kühles Bier im urigen Barraum zu genießen. Unsere Tür steht immer offen. Das Oberschützer Verbindungshaus ist bereits mit Leben gefüllt, es verträgt aber noch viel viel mehr. Wir freuen uns auf Dich.

Philipp Pirkl Wi01, Phil-x Tauriscia